Landschaftspark Spiegelsberge

Im Jahr 1761 erwarb Freiherr von Spiegel eine südlich von Halberstadt gelegene Hügelkette, die so genannten Kattfußberge. 1763 begann Spiegel auf Anregung Gleims und Anna Luisa Karschs mit der Aufforstung des Geländes und ließ nach und nach die Bauten errichten, die für einen Park in der Mitte des 18. Jahrhunderts typisch waren. Den Landschaftspark schmücken vielfältige Parkarchitekturen, wie die Eremitage (1772) zur beschaulichen Besinnung, das Belvedere (1782) als Aussichtsturm und das Mausoleum (1783). Auf dem Bergkamm wurde 1780/82 das Jagdschloss erbaut. Die Anlage wurde von keinem Gartenarchitekten geplant. Der Park entstand nach den Vorstellungen Spiegels, der etwa 30.000 Taler dafür ausgab.

Beeinflusst von den Ideen der bürgerlichen Aufklärung, die ihm durch Gleim und dessen Freunde nahe gebracht wurden, öffnete Spiegel schon 1771 seinen Park für die Halberstädter Bevölkerung.

Nach Spiegels Tod erbte sein Enkel Werner Friedrich Julius Stephan Spiegel seinen Besitz. Im Sinne seines Großvaters und auf der Grundlage neuer Ansichten veränderte er die Spiegelsberge in erheblichem Maße. Nach dem Tod Werner Spiegels, der ohne Erben starb wurde diegt_4c Anlage wenig oder gar nicht mehr gepflegt, bis schließlich im Jahre 1903 der Magistrat der Stadt Halberstadt die Spiegelsberge kaufte. Seither ist das Gelände städtisches Eigentum.

Heute gehört der Landschaftspark Spiegelsberge zu den Gartenträumen Sachsen-Anhalt. Das Projekt Gartenträume verfolgt als denkmalpflegerisch-touristisches Netzwerk das Ziel der Wiederentdeckung des gartenkulturellen Erbes in Sachsen-Anhalt. Neben den vorwiegend im 18. Jahrhundert erbauten Parkarchitekturen beherbergt der Park heute den Tiergarten der Stadt Halberstadt.

 

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